| SOS für die Mathildenhöhe |
| Geschrieben von: Jan Schwarz |
| Freitag, den 30. Juli 2010 um 11:38 Uhr |
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Bürgerinitiative gegen das geplante Sander-Museum hat sich formiert – 40 Gründungsmitglieder Erstes Treffen, 40 Teilnehmer – und ein Ziel: Kein Museum Sander auf dem Südhang der Darmstädter Mathildenhöhe. Was in der virtuellen Welt mit einer Gruppe im Internet-Netzwerk „Facebook" begann, ist in der Realität angekommen. Seit Montagabend gibt es eine Bürgerinitiative (BI), die gegen den geplanten Bau eines Kunstmuseums am Südhang der Darmstädter Mathildenhöhe argumentiert. Sprecher der Initiative ist Stefan Zitzmann, der vor wenigen Wochen auch die Protestgruppe bei Facebook gegründet hat. 550 Anhänger hat diese Seite mittlerweile. Daraus ist nun die Bürgerinitiative „SOS Mathildenhoehe Darmstadt" entstanden. Der Name soll deutlich machen, dass durch den geplanten Museumsbau der wohl eindrucksvollste Ort Darmstadts, weltweit bekannt durch seine einzigartige Jugendstilarchitektur, erheblich Schaden nehmen wird.
Die Gründungsmitglieder der BI, begrüßen das Angebot der Kunstsammler Gisa und Hans-Joachim Sander, der Stadt einen Museumsneubau zu stiften – halten jedoch Architektur und Ort für das geplante Gebäude für unpassend. „Wir wollen keinen Kubus am Südhang", sagt Zitzmann. „So ein Klotz wirkt in dem einmaligen architektonischen Jugendstilensemble wie ein Fremdkörper." Die BI betont, keineswegs nur eine plumpe Gegenhaltung einzunehmen. „Wir sind keine Krawallmacher", betont Zitzmann. Dies entspreche nicht dem Geist der Gründungsveranstaltung, zu der auch viele Bewohner der Mathildenhöhe gekommen waren, die mit viel Sachkenntnis diskutierten. Sogar über einen Alternativstandort für das Museum. So können sich viele BI-Mitglieder vorstellen, dass auf dem bisher eher tristen Osthang der Mathildenhöhe Platz für die Sander-Bilder ist. Selbst die Kubus-Architektur wäre hier noch zu tolerieren. Die nächsten Schritte der BI „SOS Mathildenhoehe Darmstadt" werden sein: Aufbau einer Internetseite, die auch international beachtet werden soll – deswegen die Schreibweise oe bei Mathildenhöhe. Außerdem ist vorgesehen, die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger via Flugblätter und Plakaten für das Museumsthema zu sensibilisieren. Innerhalb der Initiative werden Fachausschüsse gebildet, um Themen wie Architektur, Recht und Öffentlichkeitsarbeit professionell zu bearbeiten. Schließlich soll auch ein Schirmherr für die BI gefunden werden. Die Bürgerinitiative versteht sich als Interessenvertretung aller Darmstädter, unabhängig ihrer politischen Gesinnung. Entsprechend heterogen ist die BI auch besetzt: CDU-Mitglieder, Sozialdemokraten, Grüne sowie erklärte Linke haben sich hier für ein gemeinsames Ziel zusammengefunden, nämlich die Schönheit der Mathildenhöhe Darmstadt zu bewahren. Für Rückfragen stehen zur Verfügung: BI-Sprecher: Stefan Zitzmann, Telefon: 0175 – 36 63 166 Pressebetreuung: Steffen Gerth, Telefon: 0163 – 30 46 600 Email Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. |
Kommentare
zitiere Elisabeth Heinemann:
Geschichte wird gemacht...
Bei der Gelegenheit doch gleich mal nachsehen lassen, ob bei der vorh. "Galerie" nicht vielleicht eine Nutzungsänderun g vorliegt.
Da könnte man die auch gleich abreißen und was Angenehmeres hinbauen, wegen dem schönen, kulturellen Welterbe und so.
keinsander.blogspot.com/
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