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Pressestimmen
Gegen die Lüge der Rekonstruktion
Geschrieben von: Ingo Hagel   
Dienstag, den 25. Januar 2011 um 13:32 Uhr

Anlässlich der Verleihung des Otto-Bartning-Preises kritisiert Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Durth die Befürworter des Sander-Museums

Im Darmstädter Echo vom 22. 1. 2011 der Bericht dazu. 

Russische_Kapelle

Südhang der Mathildenhöhe mit Russischer Kapelle. Im Vordergrund links Teil des Hartung-Brunnens.

 
Beitrag im Hessischen Rundfunk über das Anliegen der Bürgerinitiative SOS Mathildenhöhe
Geschrieben von: Ingo Hagel   
Freitag, den 21. Januar 2011 um 17:18 Uhr

Gestern (20. Jan. 2011) wurde im HR eine Sendung zum Anliegen der Bürgerinitiative SOS Mathildenhöhe ausgestrahlt. Hier der Link dazu:

Sehr bezeichnend das Interview mit OB Hoffmann am Ende des Clips (bei 6:15), der doch auch seine Probleme hat mit dem preisgekrönten Museumsklotz, der den Darmstädtern von einer "hochkarätigen Jury" serviert worden ist: 

OB Hoffmann: "Ich muss sagen, der Kubus mit dem jetzigen Entwurf - damit tu ich mich schon in der Tat etwas schwer.

HR: "Warum?"

OB Hoffmann: "Na ja, er ist ungewöhnlich, er ist sehr bizarr, er ist sehr karg, und in der Architektur .... ähh ... tue ich mich ein bisschen schwer, ihn in die Mathildenhöhe einzubauen."

Ja, das meinen (seit langem - und unter anderem) auch die Bürgerinitiative SOS Mathildenhöhe und viele Bürger von Darmstadt und von außerhalb.

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Berichte über das Bürgerforum von SOS Mathildenhöhe am 18. Jan. 2011
Geschrieben von: Ingo Hagel   
Donnerstag, den 20. Januar 2011 um 15:09 Uhr

Zu dem „Geschenk“ eines Museums am Südhang der Mathildenhöhe des Stifterpaares Sander wurden die OB-Kandidaten Walter Hoffmann (SPD), Helmut Klett (Uwiga), Jochen Partsch (Bündnis 90/Die Grünen) und Rafael Reißer (CDU) zu verschiedenen Aspekten dieses Themas befragt.

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Die vier OB-Kandidaten (v.l.n.r.) Walter Hoffmann (SPD), Helmut Klett (Uwiga), Jochen Partsch (Bündnis 90/Die Grünen), Rafael Reißer (CDU). In der Mitte die Moderatorin Rosemarie Wrede-Grischkat.

 

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Das Interesse der Darmstädter Bürgerschaft an diesem Thema war trotz der vorhergegangen zwei Foren der Stadt DA groß: Der Saal mit Empore und Vorraum im Justus-Liebig-Haus war mit über 400 Besuchern schließlich überfüllt.

Hier einige Auszüge aus der Presse.

Das DA Echo schreibt am 20. Jan. 2011 zu der Veranstaltung:

„Am einfachsten hatte es Helmut Klett von der Wählervereinigung Uwiga - er hatte schon im Parlament Stellung gegen das Vorhaben bezogen, als die allermeisten seiner Kollegen der Übetragung des Grundstücks, auf dem früher das Haus Christiansen stand, noch zugestimmt hatten. .... Er rät dazu, beim Stifterpaar Gisa und Hans-Joachim Sander für einen Museumsbau am Osthang zu werben und dort auch einen Ort für die städtische Kunstsammlung zu finden. "Ein Riesenapplaus ginge durch ganz Darmstadt", wenn die Stifter sich dazu entschlössen.“

.... 

„Die fast einstimmige Entscheidung der Stadtverordneten für den Museumsbau wird von vielen Bürgern heftig kritisiert. Der Vertrag ist schon geschlossen, die Baugenehmigung aber noch nicht erteilt. Die Familie Sander "wird keine Lösung gegen die Mehrheit der Bevölkerung durchsetzen“, da ist der Oberbürgermeister Walter Hoffmann(SPD) sicher.“

....

„Rafael Reißer (CDU) wirbt wie Klett dafür, mit den Stiftern über eine Alternative zu verhandeln: Auch er favorisiert den Osthang und ein Museum, das zudem die Schätze der städtischen Kunstsammlung präsentiert.“

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„Partsch schwärmt von einer Kulturmeile, die vom Schloss bis zum Oberfeld reicht. Die voreilige Vergabe des Grundstücks Christiansen mindere die Chancen für die Gesamtplanung. Partsch ging auch auf den Gesellschaftsvertrag der Sander-Stiftung ein, dessen Details durch einen Bericht in dieser Zeitung bekannt geworden waren. Er zitierte den Paragrafen, nach dem die Stifter Bau und Betrieb des Museums aus dem An- und Verkauf von Kunstwerken finanzieren wollen. „Das ist nicht die Beschreibung eines Museumsgeschenks, sondern einer Galerie", sagte er. Unter diesen Voraussetzungen habe seine Partei dem Erbbauvertrag nicht zugestimmt. Partsch wies auch darauf hin, dass man mit der Zuverlässigkeit des Stifters keine guten Erfahrungen gemacht habe.“

...

"Die Bürgerinitiative kündigte die Veröffentlichung eines Rechtsgutachtens an, das sie zu dem Gesellschaftsvertrag habe anfertigen lassen.“

 

Auch die FAZ verweist auf die Ungereimtheiten im Gesellschaftsvertrag: Sie schreibt am 20. Jan. 2011: 

„Nicht geklärt werden konnten Details aus dem Gesellschaftervertrag der "Hans-Joachim und Gisa Sander Stiftungs GmbH". Diese Gesellschaft soll als Trägerin und Betreiberin des Museums fungieren. Das "Darmstädter Echo" hatte aus dem Vertrag, den außer Hoffmann niemand auf dem Podium kannte, einen Passus zitiert, wonach die Geschäftsführung der Gesellschaft berechtigt ist, "Vermögensumschichtungen" vorzunehmen und Kunstwerke zu erwerben und zu veräußern, um Bau und Betrieb des Museums zu ermöglichen. Partsch sagte, wenn dies zutreffe, handele es sich nicht um ein "Geschenk für die Stadt", sondern um einen Galeriebetrieb: "Das war aber nicht die Geschäftsgrundlage, auf der wir dem Vorhaben zugestimmt haben." Reißer äußerte, wenn es sich nicht um eine gemeinnützige Stiftung handele, werde er im Falle seiner Wahl alles tun, um das Projekt rückgängig zu machen.“

....

„Nimmt man die Aussagen der Kandidaten und die Reaktionen des Publikums im überfüllten Saal des Justus-Liebig-Hauses, dann stehen die Chancen für das Kunstsammler-Ehepaar Sander, das das Museum selbst finanzieren, mit Kunstwerken bestücken, betreiben und nach dem Tod der Stadt vermachen will, schlechter denn je.“

 
Handel mit den gestifteten Bildern soll Bau und Betrieb des Museums Sander finanzieren
Geschrieben von: Ingo Hagel   
Freitag, den 14. Januar 2011 um 12:27 Uhr

Am 14. Januar 2011 erschien im DA Echo auf der Titelseite und im Feuilleton ein Artikel zum Stiftungs GmbH-Vertrag des Stifterpaares Sander. Demnach wird der Verkauf von Kunstwerken der zu stiftenden Sammlung ausdrücklich als Mittel genannt, "um Bau und Betrieb des Museums zu finanzieren." 

Echo_Online_2011_Jan_14

Man kann sich fragen ob es sich bei diesem rechtlichen Konstrukt wirklich noch um eine Stiftung handelt (nicht umsonst heißt der Vertrag ja auch Stiftungs-GmbH-Vertrag) oder um ein Unternehmen, das auf diese Weise versucht, sich  wirtschaftliche Vorteile für den Handel zu verschaffen. Auch fragt man sich, wieviele Bilder nach Ablauf des Erbbaurechtsvertrages denn für die Stadt noch übrig sind, wenn sie doch zum "Bau und Betrieb" des  Museums verwendet werden dürfen.

 
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