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Fachforen zu Museum Sander geplant
Geschrieben von: Jan Schwarz   
Freitag, den 05. November 2010 um 09:00 Uhr

Die Bürgerinitiative ‚SOS Mathildenhöhe' begrüßt die Entscheidung von Oberbürgermeister Walter Hoffmann, ein Vermittler im Streit um das Museum Sander einzusetzen. Deren Sprecher Stefan Zitzmann wertete dies als einen ersten Erfolg der Bürgerinitiative und gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß man nun seitens der Stadt mit der Transparenz und Bürgerbeteiligung agiere, die das Projekt vom ersten Tage an hätte begleiten müssen.

Obgleich bei dem von Oberbürgermeister Hoffmann vorgeschlagenen Vermittler Joachim Felix Leonhard eine etwaige Befangenheit nicht gänzlich ausgeschlossen werden könne, vertraue man, so Zitzmann, auf dessen Neutralität und Worte, auf einen einheitlichen Informationsstand und gegenseitiges Verständnis hinwirken zu wollen.

Wie die Fraktionen von Bündnis90/Die Grünen und CDU, bemängelt auch der Beirat der Bürgerinitiative die Zusammensetzung des Fachforums. Er verweist auf die Überlast von Architekten und hält die Teilnahme von BdA, der Architektenkammer aber auch des Preisgerichts des Wettbewerbs für nicht zielführend. Der Beirat der Bürgerinitiative regt an, im Sinne einer Ausgewogenheit die Architekturlast zugunsten einer breiteren Bürgerbeteiligung abzuändern.

Es sei falsch, so Zitzmann, wenn der Oberbürgermeister lediglich auf eine ‚fachlich fundierte Entscheidung des Forums' abstelle und somit ein weiteres Mal die starke emotionale Bindung der Darmstädter an die Mathildenhöhe übergehe. Diese hätten mit ‚fachlich fundierten Entscheidungen' reichlich schlechte Erfahrung und wünschten sich statt dessen, daß die gewählten Politiker mehr auf den eigentlichen Souverän dieser Stadt hören wollten: die Wähler. Diese möchten ganz überwiegend keine Bebauung des Südhanges der Mathildenhöhe per Basta-Politik.

Museumsstreit: Bürgerinitiative hofft auf Vermittler

DARMSTADT.  Die Bürgerinitiative »SOS Mathildenhöhe«, die sich gegen die bisherigen Pläne für einen Museumsbau an diesem Ort wehrt, begrüßt die Entscheidung des Darmstädter Oberbürgermeisters Walter Hoffmann, einen Vermittler in diesem Streit einzusetzen. Dies teilte die Initiative am Donnerstag mit.Der SPD-Politiker hatte den ehemaligen Staatssekretär Joachim-Felix Leonhard gebeten, in der Auseinandersetzung um den vorgesehenen kastenförmigen Bau gemeinsam mit den streitenden Parteien Lösungswege zu finden. Stefan Zitzmann, Sprecher der Bürgerinitiative, kritisierte zugleich die Besetzung des Fachforums, in dem es übermäßig viele Architekten gebe. Stattdessen regt die Initiative eine breitere Beteiligung der Büger an."

 

Kommentare

-1Meckbach,Bettina09.11.2010, 22:03#1
Was wird mit den Fachforen bezweckt? Soll bei diesen Alibi-Veranstaltungen ein Meinungsumschwu ng bei den Gegnern des Monster-Baus erreicht werden? Die Argumente wurden doch bereits hinreichend publiziert.
Die subjektiven Empfindungen der Bürger, die die Mathildenhöhe so wie sie sich jetzt am Südhang darstellt lieben, können mit diesen Argumenten nicht beeinflusst werden. Warum nimmt man nicht diesen Protest als Chance war, den Osthügel mit in die Planungen einzubeziehen? Sinnvoller wäre es statt diese Alibi-Veranstaltungen durchzuführen, ein Gremium mit der Neugestaltung des Osthangs, unter Einbeziehung der Bürgerschaft, zu beauftragen. Der OB Hoffmann und auch das Ehepaar Sander würden uns Bürgern besser in Erinnerung bleiben, wenn der Osthang zur "Kulturmeile" avancieren würde. Die Befürchtung unseres OB, sich kein Denkmal mehr auf der Mathildenhöhe setzen zu können wird zunehmend realistisch. Der Wahltag nähert sich mit schnellen Schritten ... adé OB.
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