Der SÜD-Hang bietet keine Entfaltungsmöglichkeit für die zukünftige Erweiterung der Sammlung
Geschrieben von: S. Thiele   
Mittwoch, den 08. Dezember 2010 um 11:18 Uhr

Je bedeutender man die Sammlung-Sander - nicht nur in ihrer heutigen Form, sonder auch in ihrem Zukunftspotenzial - einschätzt, um so eher muss man sich auch dafür einsetzen, dass sie nicht in ihrer Entfaltungsmöglichkeit durch die am Südhang gegebene Platzbeschränkung von vorne herein eingezwängt und in ihrer Weiterentwicklung behindert wird.

Im Verlauf des Architekturwettbewerbs hat sich gezeigt, dass viele Entwürfe den in der Auslobung geforderten Raumbedarf des Museums (Geschossfläche Netto: 1.079m² , brutto: 1.781m²) nicht im Rahmen des Grundstücks und der darin vorgesehen Baufelder untergebracht haben:

Die von der Wettbewerbsvorprüfung festgestellten unterirdischen Überschreitungen der Grundstücksfläche von insgesamt acht Wettbewerbsbeiträgen [...] wurden vom Preisgericht hinsichtlich der Konformität mit den Vorgaben der Auslobung intensiv diskutiert. [...]

Die von der Vorprüfung bei insgesamt zehn Wettbewerbsbeiträgen [...] festgestellten Überschreitungen der oberirdischen Baufelder (Baufeld A und B) werden vom Preisgericht vor den Arbeiten und anhand der ins Umgebungsmodell eingesetzten Modelle diskutiert. [...]

(Quelle: Protokoll der Preisgerichtssitzung vom 24.6./25.6.2010)

Dies zeigt schon heute, dass der Platzbedarf des Museums die gestalterischen Möglichkeiten des vorgesehenen Bauplatzes bis zum Äußersten ausreitzt, bzw. bereits überstrapaziert und keinerlei Möglichkeit für eine künftige Kapazitätserweiterung lässt.

Im Gegensatz hierzu ermöglicht eine Ansiedlung des Museums-Sander auf der OST-Seite der Mathildenhöhe eine großzügigere Planung, in der man auch leicht spätere Erweiterungen wie z.B. Anbauten oder eine Aufstockung im Konzept bereits vorsehen kann.

 

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