|
Geschrieben von: Stefan Zitzmann
|
|
Mittwoch, den 11. Mai 2011 um 02:49 Uhr |
|
BÜRGERINITIATIVE SOS Mathildenhoehe Darmstadt
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und an die Fraktion der Christlich Demokratischen Union (CDU) in der Stadtverordnetenversammlung Darmstadt
Mathildenhöhe Darmstadt: Kulturkonzeption – Bauleitplanung – Museen
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Mathildenhöhe!
Seit dem Frühsommer 2010 wurde in Darmstadt um den Bau eines Museums Sander diskutiert und gestritten. Auf Grund unserer Initiative wurden drei große öffentliche Fachforen zum Thema abgehalten, sie haben unsere Bedenken zum Museumsbau am Südhang der Mathildenhöhe bestätigt. Inzwischen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, daß der ursprünglich gewählte Standort am Südhang ungeeignet ist, andere Standorte für ein Museum sind bereits vorgeschlagen worden. Zudem ist der Zusammenhang zwischen dem von der Familie Sander geplanten Museum und der städtischen Kunstsammlung nun allgemein anerkannt.
Vor der Kommunalwahl hatten wir unsere Position allen Parteien bekannt gegeben und öffentlich empfohlen, die Parteien zu wählen, die den Standort direkt unterhalb des Ernst-Ludwig-Hauses ablehnen. Hier waren insbesondere „Bündnis 90/Die Grünen und die CDU“ gemeint und auch so verstanden worden. Nach der Wahl werden jetzt notwendigerweise Gespräche zwischen den Parteien geführt, welche Projekte und Maßnahmen in den nächsten Jahren beschlossen und durchgeführt werden sollen.
Dieses veranlasst die Bürgerinitiative SOS-Mathildenhöhe auf wichtige Punkte aufmerksam zu machen, die in einer Koalitionsvereinbarung aufgenommen werden sollten:
1 Erarbeitung eines Kulturkonzeptes für den gesamten Bereich der Mathildenhöhe vor dem Hintergrund eines Kulturkonzeptes der Gesamtstadt. Dabei soll eine enge bauliche Kooperation der Kunstsammlungen der Familie Sander mit denen der Stadt Darmstadt vereinbart und werden
2 Bestandsaufnahme der Kunstsammlungen Darmstadts (CDU-Antrag vom 4.2.2011)
3 Überarbeitung des Rahmenplans von 2009 mit der Maßgabe, die Ergebnisse des Kulturkonzeptes (Ziffer 1) in die Neuausgabe des Rahmenplans auch örtlich einzuordnen und hierbei am Osthang keine Wohnbebauung vorzusehen - auch nicht als “experimentelles Bauen“; Freihaltung und Nutzung dieser Flächen für öffentliche und auf Dauer konzipierte Kunst-, Kultur- und Ausstellungsbauten
4 Prüfung der vorgeschlagenen potentiellen Standorte für eine Ausstellungs- und Museumszeile oder für kulturelle Institutionen (a) am Osthang der Mathildenhöhe (nördlich des Olbrichweges > O 13) (b) auf dem Grundstück Flur 2 Nr. 64/2 (westlich Alfred-Messel-Haus > O 27) (c) auf dem Grundstück Flur 2 Nr. 67/3 (östlich Alfred-Messel-Haus > O27)
5 Bauleitpläne für den Gesamt-Bereich Mathildenhöhe zwischen Pützer Straße und Spessartring, Dieburger Straße und Erbacher Straße einschließlich der Anschlussbereiche Löwentor/Rosenhöhe und Ostbahnhof /Stadtpark Woog/Rosenhöhe sollen zügig auf einender abgestimmt und parallel geführt werden. Die Aufstellungsbeschlüsse sind durch Veränderungssperren nach BauGB abzusichern.
6 Erarbeitung einer Wettbewerbskonzeption für den Bereich Osthang der Mathildenhöhe (nördlich des Olbrichweges > O 13)
7 Frühzeitiger Informationsaustausch und öffentliche Diskussion mit den Bürgern der Stadt zu allen Punkten, je nach dem Erarbeitungsstand
8 Gewährleistung der notwendigen Erhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten; schlichte aber konsequente Aufräumrbeiten in den verlotterten Bereichen - insbesondere Lukasweg/Olbrichweg zu Füßen des Hochzeitsturm; Parkierungskonzept; alsbaldige denkmalgerechte Wiederherstellung des Hartung-Brunnens am Südhang.
Im Namen der Bürgerinitiative Stefan Zitzmann
|